The duo of Frank Specht and Gerd Wienekamp are behind Rainbow Serpent. I wish I could read German because the sleeve notes mention Sequences, Zenith, Voyager and Derby March 1994 so perhaps they were at EMMA#1. The 3 part title track occupies the first 32 minutes.
Part 1 combines impressive spacey passages with bouncey sequences, and part 2 repeats the formula with the sequences being almost a modern interpretation of Encore. Part 3 is a brilliantly sequenced offering which includes samples reminiscent of Michael Shipway.
From Shipway we encounter music in the same class as Glyn Lloyd Jones with the next track Ancient Skies. This really is a stunning piece with sumptuous sequencing and sublime melodics. And the quality music doesnt end there.
The remaining pieces all have aspects to admire, uptempo in the main and covering an impressive variety of techniques with the closing Waiting for Kippenhahn being yet another stand out cut.
This album presents track after track of quality EM, with Futuregate Part 3 and the magnificent Ancient Skies being particularly memorable. Dont miss out on this one.
(GG) (http://www.synthmusicdirect.com/futgate.cfm)
Rainbow Serpent, das sind Frank Specht und Gerd Wienekamp aus Oldenburg. Die Regenbogenschlange (Rainbow Serpent) ist ein religiöses Symbol des Traumzeitmythos der Ureinwohner Australiens. Soviel zum Namen.
Zuvor noch nie etwas von dieser Gruppe gerhört habend, vermutete ich mal wieder eine dieser zuckersüßen Klangspielchen. Aber ich wurde nach dem Einlegen und dem bereits schon symbolischen Druck auf den Play-Knopf eines besseren belehrt. Im Laufe des musikalischen Genusses dieser wie auch der anderen Platten "Voyager" und "Mosaique" (Mega-Tip in 2/99) ging ich verschiedene Gefühlsphasen durch: Überraschung, Erstaunen, Begeisterung, Euphorie, Eskalation :-)...
Kunst und Kommerz von den beiden (F. Specht & G. Wienekamp) so gekonnt um-/eingesetzt, dass das Resultat dem eines Kunstwerkes gleich kommt - einfach überwältigend!
Auch hier wurde mit Sequenzen, Vocodern und Samplern jongliert. Hier und da meint man div. Soundkünsteleien eines K. Schulze ("Audentity", "Dune", ...) zu erkennen, was aber hier wie das Salz in der Suppe zu sein scheint.
... einfach gut. Weiter so!
Empfehlenswert!
WOLFGANG WEINIG (Sphärenklänge, Ausgabe 1/1999, Seite 37)
Im Booklet dieser CD bedankt sich Arndt Maschinski, Inhaber des Elektronik-Versands/Labels ARDEMA und Produzent des Debüts von Frank Specht (grb. 1965 in Bühl/Baden-Württemberg, Student der Informatik an der Uni Oldenburg) und Gerd Wienekamp (geboren 1961 in Gronau/Niedersachsen, angehender Elektronikmaschinenbau-Ingenieur) beim MUSIK-JOURNAListen "für stets sachliche und faire CD-Rezensionen". Danke für die Blumen.
Aber der Strauß bewahrt das Duo Rainbow Serpent nicht davor, an dieser Stelle - nein, nicht "verrissen", sondern gelobt zu werden, auch auf die Gefahr hin, dass Leser Klaus Richter Bestechung wittert (siehe "Postfach"). Zwar werden die neun Tracks (der längste bringt´s auf knapp elf Minuten Spielzeit) dem in einer Ecke des CD-Inlays prangenden Begriff "Contemporary Emotional Space Music" nur bedingt gerecht; denn so "neu", wie die frisch erfundene Stilbezeichnung suggerieren soll, klingen sie nicht. (Und die Frage muß erlaubt sein, wem es eigentlich nützt, wenn zu jeder zweiten CD gleich auch ein neues "Genre" erfunden wird? Beim Kunden dürfte die Methode eher Verwirrung stiften.) Aber uninteressant sind sie deswegen noch lange nicht.
Kosmisches Synthiblubbern und schwebende Sphärenchöre verraten, woran sich Rainbow Serpent geschult haben: an den frühen Berliner Klängen und Strukturen von Klaus Schulze, die allerdings von den Debütanten mit Hilfe aktueller Timbres - auch ein Didgeridoo ist mit im Spiel - behutsam modernisiert wurden. Und einige Titel sind gar tanzbar, so etwa das knapp sechsminütige "Ancient Skies", dem ein rhythmisches Fundament aus quirligen Minimalpatterns Trance-Charakter verleiht.
Ein gelungener Erstling also, den man EM-Traditionalisten ebenso empfehlen kann wie Ambient-Jüngern.
ALBRECHT PILTZ (Keybords, Ausgabe 11/95)
Kaum zu glauben, dass es noch Space-Musik made in Germany gibt. Die aus Norddeutschland stammenden Frank Specht und Gerd Wienekamphaben zwei gemeinsame Hobbys: sie sind Gründungsmitglieder der "Oldenburger Sternfreunde e.V." und sie sind zusammen die Formation "Rainbow Serpent". Und wie es der Zufall so will, haben sie sich der Space-Musik verschrieben.
Ein Countdown startet ihre erste CD, der Hörer wird mit fließenden Wave-Sequenzen in weite Chorhallen transportiert, die mit eintröpfelnden Sequenzen durchsetzt sind. Die Sounds sind interessant, immer wieder werden auch verfremdete Stimm-Effekte eingeworfen. Aber das "Futuregate" bringt uns nicht nur in ruhige Gewässer kosmischer Musik, auch rhythmische Passagen mit Gitarren kommen zutage, genauso wie einige zeitgenössische Trance-Rhythmen. Aber auch sphärische Digital-Sounds aus dem 90er-Elektronik-Regal tauchen auf und vermischen sich mit künstlichen Chören.
Klaus-Schulze-Fans geraten sicher ins Schwärmen, wenn die "Ancient Skies" an ihnen vorüberziehen. Die absolut KS-typischen pulsierenden Analog-Sequenzen und Harmoniewechsel sind sicher kein Zufall, steht die Elektronik-Koryphäe doch als Vorbild im Booklet. Und nicht nur KS (und überhaupt die Berliner Schule) ist Quelle der Inspiration, sondern auch Jean-Michel Jarre hat deutlich Spuren hinterlassen auf Track 7, wo man "Departure" finden kann.
"Futuregate" bietet konzeptionell gute Space-Music mit einigen Abstechern nach Berlin. Nur wenn man den Vergleich zu Alben von Michael Stearns, Geodesium oder John Serrie macht, liegen da noch viele Lichtjahre an Atmosphäre und Dichte dazwischen. Aber immerhin ein Anfang...
CHRIS HÖPPNER (Cascades 6, Seite 39/40)
Die beiden Elektronikmusiker Frank Specht und Gerd Wienekamp aus Oldenburg haben mit ihrer an Altmeister Klaus Schulze orientierten Space-Sinfonie ein beachtliches Musikwerk geschaffen.
Interessante elektronische Effekte und Stimmen, dezente Trancerhythmen, minimalistische Strukturen und entspannende, weiträumige Chorharmonien fliessen ineinander und führen in faszinierende Klangwelten.
(Aquarius CD-Visionen, 1997, Seite 45) |